Vorträge
Übersicht
| Samstag | Saal I | |
| Uhrzeit | Thema | Referent |
| 11:00-12:00 | Server für Büronetzwerke WS | Martin Zambo |
| 12:00-13:00 | C++ im Web mit Tntnet | Tommi Mäkitalo |
| 13:00-14:00 | OSS in der Schule | Jochen Georges |
| 14:00-15:00 | DesktopBSD - FreeBSD für Einsteiger | Daniel Seuffert |
| 15:00-16:00 | Univention Corporate Server - Kostensenkung | Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher |
| und zentrale Administration heterogener Infrastrukturen | ||
| 16:00-17:00 | Vorbereiten auf die Pruefungen des LPI | Karl Schock |
| Samstag | Saal II | |
| Uhrzeit | Thema | Referent |
| 11:00-12:00 | Die Gentoo Metadistribution | Tobias Scherbaum |
| 12:00-13:00 | Effizient kommunizieren mit dem Open-Xchange Server | Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher |
| 13:00-14:00 | 3D-Desktop mit Compiz | Hanno Böck |
| 14:00-15:00 | Asterisk PBX - Sicherheit beim VoIP Einsatz | Stefan Tichy |
| 15:00-16:00 | Debian - Einführung | Joey Schulze |
| 16:00-17:00 | Sicherheitsplattform Turaya | Niklas Heibel |
| Samstag | Saal III | |
| Uhrzeit | Thema | Referent |
| 11:00-12:00 | OpenOffice.org | Andreas Mantke |
| 12:00-13:00 | Backup ist nur was für Feiglinge | Helmut Hullen |
| 13:00-14:00 | Latex | German Erlenkamp |
| 14:00-15:00 | Gnome | Jan Arne Petersen |
| 15:00-16:00 | Xen BSD | Mark Weinem |
| 16:00-17:00 | ThinClients und Diskless Workstations mit Linux | Martin Herweg |
| Sonntag | Saal I | |
| Uhrzeit | Thema | Referent |
| 11:00-12:00 | rsplib – Eine Open Source Implementation | Thomas Dreibholz |
| von Reliable Server Pooling | ||
| 12:00-13:00 | Nagios Netzwerkmonitoring | Tobias Scherbaum |
| 13:00-14:00 | FreeBSD - Einführung und Sicherheitsmechanismen | Jörg Pernfuß |
| 14:00-15:00 | Debian - Pakete im Detail | Joey Schulze |
| 15:00-16:00 | Gentoo im Unternehmenseinsatz | Tobias Scherbaum |
| Sonntag | Saal II | |
| Uhrzeit | Thema | Referent |
| 11:00-12:00 | ||
| 12:00-13:00 | NSLU mit Debian betreiben | Dennis Wegener |
| 13:00-14:00 | PGfakt - ein Faktura- und Warenwirtschafts- | Ralf Burger |
| system mit PostgreSQL | ||
| 14:00-15:00 | Net BSD auf dem USB-Stick | Mark Weinem |
| 15:00-16:00 | Postgresql Replikation mit Slony | Bernd Helmle |
| Sonntag | Saal III | |
| Uhrzeit | Thema | Referent |
| 11:00-12:00 | Einführung in Postgresql | Susanne Ebrecht |
| 12:00-13:00 | FreeBSD-Ports | Lars Engles |
| 13:00-14:00 | ||
| 14:00-15:00 | Freie Funknetzwerke | Harm Lübben |
Asterisk PBX - Sicherheit beim VoIP Einsatz
Referent: Stefan Tichy
Asterisk ist ein Open Source Telefoniesystem für Linux.
Es zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit und Flexibilität aus.
Die Unterstützung unterschiedlicher VoIP Protokolle und das Angebot
verschiedenster Funktionen machen Asterisk zu einem interessanten Werkzeug.
Im Vortrag geht es um die beiden folgenden Fragen.
Ist ein Asterisk System durch seine Vielseitigkeit besonders gefährdet und
wie ist es gegebenenfalls zu sichern?
Welche Möglichkeiten der Verschlüsselung beim Einsatz wichtiger
VoIP Protokolle gibt es und wie ist der Stand der Implementierung in Asterisk?
Zur Person:
Auftragsinstallationen und Support von Asterisk basierten Telefoniesystemen
sowie Schulungen zur Asterisk Software sind seit einiger Zeit Schwerpunkt der Arbeit
des selbstständigen IT-Dienstleisters und Trainers Stefan Tichy.
EMail-Adresse: voip
pi4tel.de
Backup ist nur was für Feiglinge!
Referent: Helmut Hullen
Backup- und Reserverechner mit Hilfe von "rsnapshot"
Im Vortrag wird erläutert, wie in einer Schule bei Ausfall des "richtigen" Servers ein Reserverechner auch von unkundigem Personal sicher als Ersatz eingebunden werden kann. Der wird mit Hilfe des Programms "rsnapshot" einigermassen aktuell gehalten und sammelt normalerweise vielstufige Backups des "richtigen" Servers.
Zur Person:
10 Jahre Linux-Erfahrung -Beratung, Schulung, Coaching, Service und Support,
Linux Terminalserver, Netzwerke für Schulen, Programmierung und Anpassung
kundenspezifischer Lösungen, Herstellung individueller Linux Live-CDs
EMail-Adresse: HHullen_BS
T-online.de
C++ im Web mit Tntnet
Referent: Tommi Mäkitalo
Tntnet ist ein Webapplikationsserver für Webapplikationen mit C++. Er enthält
eine Templatesprache, mit dem sich C++-Code in HTML einbetten lässt. Die Seiten
werden vorher Compiliert und werden dem Applikationsserver als shared library
zur Ausführung gebracht. Da die Programme native auf der jeweiligen Plattform
laufen, sind sie extrem schnell und kompakt.
Tntnet selbst ist multithreaded und daher von sehr kleinen bis zu grossen
Servern mit mehreren Prozessoren skalierbar.
Zur Person:
Tommi Mäkitalo beschäftigt sich seit 1981 mit Programmierung und hat ca. 1993
C++ entdeckt und ist auch heute noch der Überzeugung, daß das die beste
Programmiersprache der Welt ist. Er arbeitet als Softwareentwickler in einer
Unternehmensberatung, aber dennoch hat er die Faszination an der Programmierung
nicht verloren.
EMail-Adresse: tommi
tntnet.org
Debian - Eine Einführung
Referent: Martin Joey Schulze
Der Referent wird in dem Vortrag einen allgemeinen Überblick über das
Debian-Projekt und dessen Hintergründe sowie einen allgemeinen
Einblick in die Distribution Debian GNU/Linux geben. Aufgezeigt
werden Grundzüge der Verwaltung eines Debian GNU/Linux-System und
Möglichkeiten der Unterstützung.
Debian - Pakete im Detail
Referent: Martin Joey Schulze
In diesem Vortrag werden die Grundzüge von Debian-Paketen erläutert,
die nicht nur in Debian GNU/Linux selbst sondern auch von vielen
Derivaten verwendet werden. Es wird eine allgemeine Einführung in die
Erstellung und Veränderung von Debian-Paketen gegeben sowie
vorgestellt, welche unterschiedliche Arten von Quellcode-Paketen in
den Distributionen enthalten sind. Zum Schluß wird gezeigt, wie aus
den Paketen ein Archiv erstellt wird, das von apt-get gelesen wird.
DesktopBSD - FreeBSD für Einsteiger
Referent: Daniel Seuffert
Kurze Beschreibung des Vortrags für die Ankündigung:
Vorstellung von DesktopBSD, eine speziell für FreeBSD-Einsteiger konzipiertes FreeBSD-Derivat, welches durch grafische Oberflächen, eine angepasste Konfiguration, Tools und eine Auswahl an verschiedenen Applikationen dem Laien
die einfache Installation, Konfiguration und Update von FreeBSD ermöglichen soll.
Zur Person:
Daniel Seuffert ist Unternehmensberater in der Schweiz und engagiert sich bei
FreeBSD und DesktopBSD. Er ist Mitglied von AllBSD, einer Vereinigung aller BSD-Derivate, welche Events und Messen organisiert.
Freie Funknetze
Referent: Harm Lübben
Mit WLAN kann man mehr machen, als nur auf dem Sofa kabellos im Internet zu surfen. Z.B. ganze Stadtviertel oder auch ländliche Regionen vernetzen.
Warum das eine gute Sache ist, wie das geht, ob das erlaubt ist und wie die Dortmunder Community das macht, wird hier erklärt.
Der Vortrag richtet sich vornehmlich an Einsteiger, die an freien Funknetzen interessiert sind, streift aber auch kurz die technischen Besonderheiten der Dortmunder Lösung.
Zur Person:
Harm Lübben ist Aktivist für freie Informationsinfrastrukturen, Freifunker seit 2003 und Mitbegründer von durchdieluft.net.
OpenOffice.org - Das Office-Paket für viele Plattformen
Referent: Andreas Mantke
Der Vortrag gibt einen Überblick über das Freie Software Office-Paket, das für viele verbreitete Betriebssysteme verfügbar ist, sehr leistungsfähig ist und sich damit als Einstieg für die sanfte Migration zu OpenSource-Produkten gut eignet. Es sollen die wichtigsten Neuerungen in der aktuellen Produktversion 2.0 angesprochen werden.
Zur Person: Aktives Mitglied von OpenOffice.org seit 2002, Ansprechpartner Dokumentation im de-Projekt von OpenOffice.org, Gründungsmitglied des gemeinnützigen Vereins OpenOffice.org Deutschland e.V., Autor von Präsentationen mit OpenOffice.org 2.0 aus dem Galileo Press Verlag (gemeinsam mit Stefan Koehler), deutschsprachige Lokalisierung von OpenOffice.org Portable
Effizient kommunizieren mit dem Open-Xchange Server
Referent: Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher
Open-Xchange ist die führende Open-Source Kommunikationslösung. Der
Open-Xchange Server bietet neben Austausch und Verwaltung von E-Mail,
Terminen und Kontakten auch weitergehende Funktionen wie Dokumentenaustausch,
Aufgaben- und Projektsteuerung. Weitere Programmmodule zum Aufbau einer
Wissensdatenbank sowie ein Forum zum Austausch von Ideen runden den
Leistungsumfang ab. Daten können betriebssystemunabhängig über jeden
beliebigen Webbrowser, oder mittels Programmen wie Microsoft Outlook, aber
auch unterwegs per PDA bzw. Mobiltelefon genutzt werden.
FreeBSD - Einführung und Sicherheitsmechanismen
Referent: Jörg Pernfuß
Kurze Einführung zu Geschichte und Entwicklungsphilosophie der BSD Systeme im
Allgemeinen und FreeBSD im Speziellen. Danach detailliertere Einführung in
verschiedene Sicherheitsmechanismen von FreeBSD, von jails bis TrustedBSD. Der
Vortrag wird hauptsächlich FreeBSD 6.1 behandeln, allerdings mit einigen
Ausblicken auf Version 6.2 (Oktober 2006).
Zur Person:
Jörg Pernfuß ist Student der Informationstechnologie an der Universität Ulm. Nach ersten
Berührungen mit FreeBSD Anfang 2002 engagiert er sich
seit 2003 bei der deutschsprachigen Community bsdforen.de und gehört dort inzwischen zum Team. Mit AllBSD bereist er
Messen und Events.
EMail-Adresse: jp
allbsd.de
Gentoo Metadistribution
Referent: Tobias Scherbaum
Gentoo ist keine Linux-Distribution im klassischen Sinne, sondern eher ein Framework zur Erstellung einer eigenen, an die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen angepassten Linux-Distribution. Gentoo gibt dem Anwender soviel Freiheit wie möglich und soviel Hilfe wie nötig. Ein einfach zu bedienendes Paketmanagementsystem (Portage) kompiliert nahezu alle Programme aus den Quellen, was eine größtmögliche Anpassung an Wünsche und Bedürfnisse möglich macht.
Während Gentoo mittlerweile mehr als eine Linux-Distribution (Portierung des Paketmanagements auf *BSD, MacOSX) ist, hat sich auch das Gentoo Projekt selbst gewandelt: Ein gewähltes "Council" lenkt die weitere Entwicklung, die Gentoo Foundation sichert die Entwicklung unter anderem durch Bereitstellung von Infrastruktur.
Dieser Vortrag soll einen Einblick in das Projekt verschaffen (Vergangenheit, "Evolution", Gegenwart), als Einführung in das Paketmanagement dienen und über aktuelle Entwicklungen in der Gentoo Community berichten.
Zur Person: Tobias Scherbaum
Tobias Scherbaum, 25, sammelte zu SuSE 6.x Zeiten erste Linux Erfahrungen. Nach SuSE, Redhat und Debian fand er 2002 mit Gentoo Linux die Distribution, die seinen Vorstellungen einer perfekten Linux Distribution am nächsten kam. Nach Mitarbeit an der Übersetzung der deutschsprachigen Dokumentation wurde er 2003 offizieller Entwickler zur Koordination der deutschen Übersetzungen und ist eines der Gründungsmitglieder des Förderverein Gentoo e.v., der sich speziell um die Stärkung und Förderung der deutschsprachigen Gentoo-Community bemüht. Zur Zeit wirkt er im Team der PowerPC Portierung als Security Liaison mit und ist Release Engineer im Gentoo/HPPA Team. Seit 2004 ist er Auszubildender zum Fachinformatiker-Systemintegration.
Gentoo im Unternehmenseinsatz?
Referent: Tobias Scherbaum
"Ist Gentoo bereit für den Unternehmenseinsatz?" Verschiedene Ansätze und Vorschläge wurden innerhalb des Projektes diskutiert, welche davon aus Sicht des Projekts machbar und welche aus Sicht von Unternehmen sinnhaft sind versucht der Vortrag darzustellen und realistische Lösungsansätze zu formulieren.
Der Vortrag soll die Fragestellung "Ist Gentoo bereit für den Unternehmenseinsatz?" kritisch beleuchten und analysieren.
Zunächst wird ein Einblick in die Geschichte, Entwicklung und Struktur des Gentoo Projekts gegeben, die ür das Verständnis der Funktionsweise einer Community basierten Distribution notwendig ist. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei auch, wie Support innerhalb einer Community-Distribution funktioniert.
In der Vergangenheit gab es innerhalb des Gentoo-Projektes verschiedene Vorschläge und zahlreiche Diskussionen, wie man die Nutzung der Gentoo-Distribution grade für den Einsatz in Unternehmen verbessern könnte. Diese werden dargestellt und unter dem Aspekt der Machbarkeit aus Sicht des Projektes und der Sinnhaftigkeit aus Unternehmenssicht analysiert.
Nach Darstellung dieser Beispiele wirft sich die Frage auf: Was sind die Anforderungen an eine Linux-Distribution im Unternehmenseinsatz, was muss eine solche Distribution leisten? Unter dem Augenmerk dessen was eine Community-Distribution leisten kann, folgt eine Darstellung der Anforderungen und der Punkte, an denen die Gentoo-Distribution diese Anforderungen bereits erfüllt. Den Stärken von Gentoo in diesem Bereich (Gentoo Hardened, Sicherheitsunterstützung, geringe Paketanzahl im Basissystem, ...) werden die Schwächen (eine neue Distribution alle 30 Minuten, gravierende Änderungen an Programmen ohne abgestimmte Information, zentrales Management, ...) gegenübergestellt.
In der abschliessenden Diskussion können weitere Kriterien aufgestellt und mögliche Lösungsansätze gesucht und diskutiert werden.
Zur Person: Tobias Scherbaum
Tobias Scherbaum, 25, sammelte zu SuSE 6.x Zeiten erste Linux Erfahrungen. Nach SuSE, Redhat und Debian fand er 2002 mit Gentoo Linux die Distribution, die seinen Vorstellungen einer perfekten Linux Distribution am nächsten kam. Nach Mitarbeit an der Übersetzung der deutschsprachigen Dokumentation wurde er 2003 offizieller Entwickler zur Koordination der deutschen Übersetzungen und ist eines der Gründungsmitglieder des Förderverein Gentoo e.v., der sich speziell um die Stärkung und Förderung der deutschsprachigen Gentoo-Community bemüht. Zur Zeit wirkt er im Team der PowerPC Portierung als Security Liaison mit und ist Release Engineer im Gentoo/HPPA Team. Seit 2004 ist er Auszubildender zum Fachinformatiker-Systemintegration.
NSLU2 als Homeserver mit Debian
Referent: Dennis Wegner
Eine Linksys NSLU2 ist ein Network Attached Storage (NAS) System, das mit Debian als Betriebssystem weit über seine ursprünglichen Fähigkeiten hinaus als lautloser und stromsparender Homeserver eingesetzt werden kann. Der Vortrag wird die Installation von Debian erklären, Verwendungsmöglichkeiten aufzeigen und einen Blick auf mögliche Hardware-Modifikationen werfen.
Zur Person: Dennis Wegner
Dennis Wegner hat seit seinem ersten Linux-Kontakt 1996 kaum einen Tag ohne das OS mit dem Pinguin verbracht. Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker-Systemintegration am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg wechselte er in das Essener Systemhaus, wo er sich seit 2004 um die Administration von Linux- und Windows-Servern, Linux-, Windows- und Mac OS-Clients sowie Netzwerkkomponenten kümmert.
Ausserdem beschäftigt er sich in seiner Freizeit mit FreeBSD, Ruby, WLAN und Embedded Computing. Die Frage ist immer, wann bei ihm ein Ping in die Küche reicht damit der Kaffee gekocht wird...
Seit 2006 studiert er Wirtschaftsinformatik an der FOM-Essen.
rsplib – Eine Open Source Implementation von Reliable Server Pooling
Referent: Thomas Dreibholz
Kurze Beschreibung des Vortrags für die Ankündigung:
Für eine ständig steigende Anzahl von IP-basierten Anwendungen wird
Hochverfügbarkeit immer wichtiger. Proprietäre Lösungen gibt es viele, aber
freie Alternativen sind selten.
Reliable Server Pooling:
Reliable Server Pooling, abgekürzt RSerPool, ist ein Rahmenwerk zur
Bereitstellung hochverfügbarer Anwendungen durch redundante Server; es
befindet sich zur Zeit in der Standardisierung durch die IETF
RSerPool-Arbeitsgruppe
(http://www.ietf.org/html.charters/rserpool-charter.html).
Im RSerPool-Konzept werden Server, welche den gleichen Dienst anbieten, zu einem Pool
zusammengefasst. Jeder Pool ist dabei durch einen eindeutigen Pool Handle (PH)
gekennzeichnet; Server in einem Pool werden als Pool Elemente (PE) bezeichnet.
Fällt eines der PEs aus, so können seine Clients – Pool User (PU) genannt -
einfach ein anderes PE des Pools auswählen und eine applikationsspezifische
Failover-Prozedur durchführen. Der Failover, d.h. die Wiederherstellung der
unterbrochenen Sitzung, wird dabei durch die RSerPool-Protokolle auf
Session-Layer-Ebene des OSI-Modells unterstützt.
PEs registrieren sich zu einem Pool mittels eines Registrars (PR), welcher die
Erreichbarkeit der bei ihm registrierten PEs ständig überwacht. Alle PRs
eines Operation Scope bieten PUs ein redundantes System zur Auflösung eines PH
in eine ausgewählte Liste von PE-Transportadressen. Die Auswahl geschieht dabei
anhand einer für den Pool festgelegten Policy (z.B. Least Used, Zufall oder
Round Robin). Die Verwaltung dynamischer Pools sowie flexible Policys zur
PE-Auswahl machen RSerPool insbesondere auch für Load-Balancing-Anwendungen
interessant, was zur Zeit aktiv von der IETF RSerPool-Gruppe diskutiert wird.
RSerPool benutzt das Stream Control Transmission Protocol (SCTP, RFC 2960) um
Fehlertoleranz gegenüber Netzwerkausfällen durch Multi-Homing und Path
Monitoring sicherzustellen.
Das rsplib-Projekt:
Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der Siemens AG haben wir - die
Arbeitsgruppe "Technik der Rechnernetze" am Institut für Experimentelle
Mathematik der Universität Duisburg-Essen
(http://tdrwww.exp-math.uni-essen.de/) - im Jahre 2002 damit begonnen, einen
plattformunabhängigen RSerPool-Prototypen als Open Source unter GPL-Lizenz zu
entwickeln (siehe http://tdrwww.exp-math.uni-essen.de/dreibholz/rserpool/).
Mittlerweile wird unser Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
gefördert. Unser System läuft zur Zeit unter Linux, FreeBSD, Darwin (MacOS X)
und Solaris, wobei die Unterstützung für weitere Plattformen geplant ist.
Erste Ergebnisse unseres Projektes konnten 2003 auf der Linux Conference
Australia (LCA 2003, siehe http://www.linux.org.au/conf/2003/) sowie auf dem
LinuxTag 2005 präsentiert werden. Als einzige vollständige Implementation des
zukünftigen RSerPool-Standards sind wir Referenzimplementation der IETF
RSerPool-Gruppe und wirken mit Tests und Forschungsarbeiten aktiv in der
Standardisierung mit.
Unser Vortrag:
In unserem Vortrag geben wir zunächst eine kurze Einführung zu RSerPool.
Dabei wollen wir insbesondere auch die Merkmale verdeutlichen, die RSerPool von
existierenden Lösungen - wie Linux Virtual Server (LVS) oder dem kommerziellen
Cisco Distributed Director – unterscheiden. Außerdem wollen wir vorstellen,
welche speziellen Funktionalitäten RSerPool bietet um den Nutzen eines
Serverpools sowohl für dessen Betreiber als auch für den Anwender zu
optimieren: die Möglichkeit zur vollautomatischen Konfiguration von
Komponenten und die Festlegung pool-spezifischer Serverauswahlregeln. Diese
Funktionalitäten werden wir am Beispiel der Anwendung von RSerPool für
Real-Time Distributed Computing verdeutlichen.
Im zweiten Teil unseres Vortrages werden wir auf unsere Open Source
Implementation rsplib eingehen. Neben dem Aufbau der einzelnen Komponenten
werden wir insbesondere auch interessante Details der Implementation vorstellen
und beschreiben, wie wir auftretende Probleme erfolgreich lösen konnten.
Insbesondere wollen wir dabei auch unsere gesammelten Erfahrungen beim
Erstellen von auf unterschiedlichen Betriebssystemen und Hardware lauffähiger
Software vorstellen. Im Anschluss daran wenden wir uns kurz dem API der rsplib
zu und zeigen, wie eigene Programme mit dessen Hilfe hochverfügbar gemacht
werden können. Neben neuer, direkt auf RSerPool basierender Software,
berücksichtigen wir dabei insbesondere auch die Anpassung bestehender
Applikationen und stellen Möglichkeiten zur Migration vor. Zum besseren
Verständnis werden sämtliche Beschreibungen von Code-Beispielen begleitet.
Zum Abschluss stellen wir noch unsere Beispielanwendung vor, ein System zum
verteilten Berechnen von Fraktalgrafiken. Mit diesem System lassen sich die
grundlegenden Eigenschaften von RSerPool – welche im ersten Teil des
Vortrages vorgestellt wurden - sehr anschaulich demonstrieren: die Verwaltung
dynamischer Pools, Lastverteilung und Failover bei PE-Ausfall.
Selbstverständlich werden wir unser Beispielsystem beim Vortrag auch praktisch
demonstrieren.
Zur Person: Thomas Dreibholz
Lebenslauf unter: http://www.exp-math.uni-essen.de/~dreibh/thomas-dreibholz/cv.html
EMail-Adresse: dreibh
iem.uni-due.de
Server für Büronetzwerke
Referent: Martin Zambo
Vorstellung von Netzwerkdiensten für ein Büronetzwerk, Groupware, Mail,
Fax, Daten, Drucker usw für gemischte Netzwerke, Linux, Win. Im Workshop können
die Anwendungen besprochen und vorgestellt werden. Konkrete Fragen und
Aufgabenstellungen werden besprochen.
Zur Person: Martin Zambo
Selbstständiger Systembetreuer von kleinen und Mittelständischen Produktions
und Handelsbetrieben. Statl. gepr. Betriebswirt, Industrie. Meister, seit 1991 selbstständig.
ThinClients und Diskless Workstations mit Linux
Referent: Martin Herwig
ThinClients und Diskless Workstations sparen dem Betreiber Geld und
dem Admin viel Arbeit.
In diesem Vortrag stelle ich verschiedene Lösungen vor, und zeige detailliert,
was passiert, wenn ein Computer ohne Festplatte direkt vom Netzwerk startet &
läuft.
Zur Person:
Univention Corporate Server - Kostensenkung und zentrale Administration heterogener Infrastrukturen
Referent: Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher
Im Bereich der Client-Server-Administration bietet der Univention Corporate
Server (UCS) ein besonderes Hervorstellungsmerkmal gegenüber anderen
Lösungen: sein Identity- und Infrastrukturmanagementsystem setzt auf Open
Source Standards auf, damit können Standort- und Plattformübergreifend nicht
nur Linux-basierte Systeme, sondern auch heterogene Infrastrukturen verwaltet
zentral werden.
UCS ist eine unkompliziert zu implementierende und einfach zu administrierende
Linux-Komplettlösung, die auf der Basis der größten freien Linux
Distribution, Debian GNU/Linux, entwickelt wurde.
Vorbereiten auf die Pruefungen des LPI
Referent: Karl Schock
Das gemeinnuetzige Linux Professional Institute LPI mit Sitz in Toronto/Kanada (www.lpi.org und www.lpi-german.de ) bietet weltweit einheitliche, distributionsneutrale Pruefungen für Linux-Systemverwalterinnen und -verwalter an.
Durch das Ablegen der aufeinander aufbauenden Tests können die Prueflinge ihre Kompetenz in der Linux-Systemadministration umfassend nachweisen. Weltweit wurden bislang mehr als 120.000 Pruefungen erbracht. In Deutschland ca. 13.000.
Der Vortrag stellt das LPI und sein Zertifizierungsprogramm vor, beschreibt den konkreten Ablauf der Prüfungen und gibt Hinweise zurPrüfungsvorbereitung.
Zur Person:
Der Vortrag stellt das LPI und sein Zertifizierungsprogramm vor, beschreibt den konkreten Ablauf der Prüfungen und gibt Hinweise zur Prüfungsvorbereitung.
Informationen zu den Vorträgen
Im Moment werden alle Vorträge nach und nach hinzugefügt. Wir hoffen bis Anfang nächster Woche
alle Vortäge hier veröffentlichen zukönnen. Dann werden alle Vortäge kurz vorgestellt und Beschrieben.
Den genauen Plan, welcher Vortrag an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit und in welchem Hörsaal der Universität Duisburg - Essen stattfindet wird dann auch auf dieser Seite zufinden sein.
Weitere Vorträgen schon einmal im Überblick
- Harm Lübben, "freie (Funk-)Netze - was ist das?, wie funktioniert das?, warum will man das?, ist das legal, gesundheitsschädlich, etc.?, wie funktioniert durchdieluft.net?"
- PostgreSQL
Referenten
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Der Anmeldezeitraum für Vorträge endet am 06.08.2006.
Für Nachfragen, etc. stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung; bitte wenden Sie sich per EMail an vortraege @ come2linux.org.