Vorträge

Übersicht

Samstag Saal I
Uhrzeit Thema Referent
11:00-12:00 Server für Büronetzwerke WS Martin Zambo
12:00-13:00 C++ im Web mit Tntnet Tommi Mäkitalo
13:00-14:00 OSS in der Schule Jochen Georges
14:00-15:00 DesktopBSD - FreeBSD für Einsteiger Daniel Seuffert
15:00-16:00 Univention Corporate Server - Kostensenkung Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher

und zentrale Administration heterogener Infrastrukturen
16:00-17:00 Vorbereiten auf die Pruefungen des LPI Karl Schock



Samstag Saal II
Uhrzeit Thema Referent
11:00-12:00 Die Gentoo Metadistribution Tobias Scherbaum
12:00-13:00 Effizient kommunizieren mit dem Open-Xchange Server Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher
13:00-14:00 3D-Desktop mit Compiz Hanno Böck
14:00-15:00 Asterisk PBX - Sicherheit beim VoIP Einsatz Stefan Tichy
15:00-16:00 Debian - Einführung Joey Schulze
16:00-17:00 Sicherheitsplattform Turaya Niklas Heibel



Samstag Saal III
Uhrzeit Thema Referent
11:00-12:00 OpenOffice.org Andreas Mantke
12:00-13:00 Backup ist nur was für Feiglinge Helmut Hullen
13:00-14:00 Latex German Erlenkamp
14:00-15:00 Gnome Jan Arne Petersen
15:00-16:00 Xen BSD Mark Weinem
16:00-17:00 ThinClients und Diskless Workstations mit Linux Martin Herweg



Sonntag Saal I
Uhrzeit Thema Referent
11:00-12:00 rsplib – Eine Open Source Implementation Thomas Dreibholz
von Reliable Server Pooling
12:00-13:00 Nagios Netzwerkmonitoring Tobias Scherbaum
13:00-14:00 FreeBSD - Einführung und Sicherheitsmechanismen Jörg Pernfuß
14:00-15:00 Debian - Pakete im Detail Joey Schulze
15:00-16:00 Gentoo im Unternehmenseinsatz Tobias Scherbaum



Sonntag Saal II
Uhrzeit Thema Referent
11:00-12:00

12:00-13:00 NSLU mit Debian betreiben Dennis Wegener
13:00-14:00 PGfakt - ein Faktura- und Warenwirtschafts- Ralf Burger

system mit PostgreSQL
14:00-15:00 Net BSD auf dem USB-Stick Mark Weinem
15:00-16:00 Postgresql Replikation mit Slony Bernd Helmle



Sonntag Saal III
Uhrzeit Thema Referent
11:00-12:00 Einführung in Postgresql Susanne Ebrecht
12:00-13:00 FreeBSD-Ports Lars Engles
13:00-14:00
14:00-15:00 Freie Funknetzwerke Harm Lübben

Asterisk PBX - Sicherheit beim VoIP Einsatz

Referent: Stefan Tichy

Asterisk ist ein Open Source Telefoniesystem für Linux. Es zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit und Flexibilität aus. Die Unterstützung unterschiedlicher VoIP Protokolle und das Angebot verschiedenster Funktionen machen Asterisk zu einem interessanten Werkzeug.

Im Vortrag geht es um die beiden folgenden Fragen.

Ist ein Asterisk System durch seine Vielseitigkeit besonders gefährdet und wie ist es gegebenenfalls zu sichern?

Welche Möglichkeiten der Verschlüsselung beim Einsatz wichtiger VoIP Protokolle gibt es und wie ist der Stand der Implementierung in Asterisk?

Zur Person:
Auftragsinstallationen und Support von Asterisk basierten Telefoniesystemen sowie Schulungen zur Asterisk Software sind seit einiger Zeit Schwerpunkt der Arbeit des selbstständigen IT-Dienstleisters und Trainers Stefan Tichy.

EMail-Adresse: voippi4tel.de

Backup ist nur was für Feiglinge!

Referent: Helmut Hullen

Backup- und Reserverechner mit Hilfe von "rsnapshot"

Im Vortrag wird erläutert, wie in einer Schule bei Ausfall des "richtigen" Servers ein Reserverechner auch von unkundigem Personal sicher als Ersatz eingebunden werden kann. Der wird mit Hilfe des Programms "rsnapshot" einigermassen aktuell gehalten und sammelt normalerweise vielstufige Backups des "richtigen" Servers.

Zur Person:
10 Jahre Linux-Erfahrung -Beratung, Schulung, Coaching, Service und Support, Linux Terminalserver, Netzwerke für Schulen, Programmierung und Anpassung kundenspezifischer Lösungen, Herstellung individueller Linux Live-CDs

EMail-Adresse: HHullen_BST-online.de

C++ im Web mit Tntnet

Referent: Tommi Mäkitalo

Tntnet ist ein Webapplikationsserver für Webapplikationen mit C++. Er enthält eine Templatesprache, mit dem sich C++-Code in HTML einbetten lässt. Die Seiten werden vorher Compiliert und werden dem Applikationsserver als shared library zur Ausführung gebracht. Da die Programme native auf der jeweiligen Plattform laufen, sind sie extrem schnell und kompakt. Tntnet selbst ist multithreaded und daher von sehr kleinen bis zu grossen Servern mit mehreren Prozessoren skalierbar.

Zur Person:
Tommi Mäkitalo beschäftigt sich seit 1981 mit Programmierung und hat ca. 1993 C++ entdeckt und ist auch heute noch der Überzeugung, daß das die beste Programmiersprache der Welt ist. Er arbeitet als Softwareentwickler in einer Unternehmensberatung, aber dennoch hat er die Faszination an der Programmierung nicht verloren.

EMail-Adresse: tommitntnet.org

Debian - Eine Einführung

Referent: Martin Joey Schulze

Der Referent wird in dem Vortrag einen allgemeinen Überblick über das Debian-Projekt und dessen Hintergründe sowie einen allgemeinen Einblick in die Distribution Debian GNU/Linux geben. Aufgezeigt werden Grundzüge der Verwaltung eines Debian GNU/Linux-System und Möglichkeiten der Unterstützung.

Debian - Pakete im Detail

Referent: Martin Joey Schulze

In diesem Vortrag werden die Grundzüge von Debian-Paketen erläutert, die nicht nur in Debian GNU/Linux selbst sondern auch von vielen Derivaten verwendet werden. Es wird eine allgemeine Einführung in die Erstellung und Veränderung von Debian-Paketen gegeben sowie vorgestellt, welche unterschiedliche Arten von Quellcode-Paketen in den Distributionen enthalten sind. Zum Schluß wird gezeigt, wie aus den Paketen ein Archiv erstellt wird, das von apt-get gelesen wird.

DesktopBSD - FreeBSD für Einsteiger

Referent: Daniel Seuffert

Kurze Beschreibung des Vortrags für die Ankündigung: Vorstellung von DesktopBSD, eine speziell für FreeBSD-Einsteiger konzipiertes FreeBSD-Derivat, welches durch grafische Oberflächen, eine angepasste Konfiguration, Tools und eine Auswahl an verschiedenen Applikationen dem Laien die einfache Installation, Konfiguration und Update von FreeBSD ermöglichen soll.

Zur Person:
Daniel Seuffert ist Unternehmensberater in der Schweiz und engagiert sich bei FreeBSD und DesktopBSD. Er ist Mitglied von AllBSD, einer Vereinigung aller BSD-Derivate, welche Events und Messen organisiert.

Freie Funknetze

Referent: Harm Lübben

Mit WLAN kann man mehr machen, als nur auf dem Sofa kabellos im Internet zu surfen. Z.B. ganze Stadtviertel oder auch ländliche Regionen vernetzen. Warum das eine gute Sache ist, wie das geht, ob das erlaubt ist und wie die Dortmunder Community das macht, wird hier erklärt. Der Vortrag richtet sich vornehmlich an Einsteiger, die an freien Funknetzen interessiert sind, streift aber auch kurz die technischen Besonderheiten der Dortmunder Lösung.

Zur Person:
Harm Lübben ist Aktivist für freie Informationsinfrastrukturen, Freifunker seit 2003 und Mitbegründer von durchdieluft.net.

OpenOffice.org - Das Office-Paket für viele Plattformen

Referent: Andreas Mantke

Der Vortrag gibt einen Überblick über das Freie Software Office-Paket, das für viele verbreitete Betriebssysteme verfügbar ist, sehr leistungsfähig ist und sich damit als Einstieg für die sanfte Migration zu OpenSource-Produkten gut eignet. Es sollen die wichtigsten Neuerungen in der aktuellen Produktversion 2.0 angesprochen werden.

Zur Person: Aktives Mitglied von OpenOffice.org seit 2002, Ansprechpartner Dokumentation im de-Projekt von OpenOffice.org, Gründungsmitglied des gemeinnützigen Vereins OpenOffice.org Deutschland e.V., Autor von Präsentationen mit OpenOffice.org 2.0 aus dem Galileo Press Verlag (gemeinsam mit Stefan Koehler), deutschsprachige Lokalisierung von OpenOffice.org Portable

Effizient kommunizieren mit dem Open-Xchange Server

Referent: Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher

Open-Xchange ist die führende Open-Source Kommunikationslösung. Der Open-Xchange Server bietet neben Austausch und Verwaltung von E-Mail, Terminen und Kontakten auch weitergehende Funktionen wie Dokumentenaustausch, Aufgaben- und Projektsteuerung. Weitere Programmmodule zum Aufbau einer Wissensdatenbank sowie ein Forum zum Austausch von Ideen runden den Leistungsumfang ab. Daten können betriebssystemunabhängig über jeden beliebigen Webbrowser, oder mittels Programmen wie Microsoft Outlook, aber auch unterwegs per PDA bzw. Mobiltelefon genutzt werden.

FreeBSD - Einführung und Sicherheitsmechanismen

Referent: Jörg Pernfuß

Kurze Einführung zu Geschichte und Entwicklungsphilosophie der BSD Systeme im Allgemeinen und FreeBSD im Speziellen. Danach detailliertere Einführung in verschiedene Sicherheitsmechanismen von FreeBSD, von jails bis TrustedBSD. Der Vortrag wird hauptsächlich FreeBSD 6.1 behandeln, allerdings mit einigen Ausblicken auf Version 6.2 (Oktober 2006).

Zur Person:
Jörg Pernfuß ist Student der Informationstechnologie an der Universität Ulm. Nach ersten Berührungen mit FreeBSD Anfang 2002 engagiert er sich seit 2003 bei der deutschsprachigen Community bsdforen.de und gehört dort inzwischen zum Team. Mit AllBSD bereist er Messen und Events.

EMail-Adresse: jpallbsd.de

Gentoo Metadistribution

Referent: Tobias Scherbaum

Gentoo ist keine Linux-Distribution im klassischen Sinne, sondern eher ein Framework zur Erstellung einer eigenen, an die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen angepassten Linux-Distribution. Gentoo gibt dem Anwender soviel Freiheit wie möglich und soviel Hilfe wie nötig. Ein einfach zu bedienendes Paketmanagementsystem (Portage) kompiliert nahezu alle Programme aus den Quellen, was eine größtmögliche Anpassung an Wünsche und Bedürfnisse möglich macht.

Während Gentoo mittlerweile mehr als eine Linux-Distribution (Portierung des Paketmanagements auf *BSD, MacOSX) ist, hat sich auch das Gentoo Projekt selbst gewandelt: Ein gewähltes "Council" lenkt die weitere Entwicklung, die Gentoo Foundation sichert die Entwicklung unter anderem durch Bereitstellung von Infrastruktur.

Dieser Vortrag soll einen Einblick in das Projekt verschaffen (Vergangenheit, "Evolution", Gegenwart), als Einführung in das Paketmanagement dienen und über aktuelle Entwicklungen in der Gentoo Community berichten.

Zur Person: Tobias Scherbaum

Tobias Scherbaum, 25, sammelte zu SuSE 6.x Zeiten erste Linux Erfahrungen. Nach SuSE, Redhat und Debian fand er 2002 mit Gentoo Linux die Distribution, die seinen Vorstellungen einer perfekten Linux Distribution am nächsten kam. Nach Mitarbeit an der Übersetzung der deutschsprachigen Dokumentation wurde er 2003 offizieller Entwickler zur Koordination der deutschen Übersetzungen und ist eines der Gründungsmitglieder des Förderverein Gentoo e.v., der sich speziell um die Stärkung und Förderung der deutschsprachigen Gentoo-Community bemüht. Zur Zeit wirkt er im Team der PowerPC Portierung als Security Liaison mit und ist Release Engineer im Gentoo/HPPA Team. Seit 2004 ist er Auszubildender zum Fachinformatiker-Systemintegration.

Gentoo im Unternehmenseinsatz?

Referent: Tobias Scherbaum

"Ist Gentoo bereit für den Unternehmenseinsatz?" Verschiedene Ansätze und Vorschläge wurden innerhalb des Projektes diskutiert, welche davon aus Sicht des Projekts machbar und welche aus Sicht von Unternehmen sinnhaft sind versucht der Vortrag darzustellen und realistische Lösungsansätze zu formulieren.

Der Vortrag soll die Fragestellung "Ist Gentoo bereit für den Unternehmenseinsatz?" kritisch beleuchten und analysieren.

Zunächst wird ein Einblick in die Geschichte, Entwicklung und Struktur des Gentoo Projekts gegeben, die ür das Verständnis der Funktionsweise einer Community basierten Distribution notwendig ist. Ein wichtiger Aspekt ist hierbei auch, wie Support innerhalb einer Community-Distribution funktioniert.

In der Vergangenheit gab es innerhalb des Gentoo-Projektes verschiedene Vorschläge und zahlreiche Diskussionen, wie man die Nutzung der Gentoo-Distribution grade für den Einsatz in Unternehmen verbessern könnte. Diese werden dargestellt und unter dem Aspekt der Machbarkeit aus Sicht des Projektes und der Sinnhaftigkeit aus Unternehmenssicht analysiert.

Nach Darstellung dieser Beispiele wirft sich die Frage auf: Was sind die Anforderungen an eine Linux-Distribution im Unternehmenseinsatz, was muss eine solche Distribution leisten? Unter dem Augenmerk dessen was eine Community-Distribution leisten kann, folgt eine Darstellung der Anforderungen und der Punkte, an denen die Gentoo-Distribution diese Anforderungen bereits erfüllt. Den Stärken von Gentoo in diesem Bereich (Gentoo Hardened, Sicherheitsunterstützung, geringe Paketanzahl im Basissystem, ...) werden die Schwächen (eine neue Distribution alle 30 Minuten, gravierende Änderungen an Programmen ohne abgestimmte Information, zentrales Management, ...) gegenübergestellt.

In der abschliessenden Diskussion können weitere Kriterien aufgestellt und mögliche Lösungsansätze gesucht und diskutiert werden.

Zur Person: Tobias Scherbaum

Tobias Scherbaum, 25, sammelte zu SuSE 6.x Zeiten erste Linux Erfahrungen. Nach SuSE, Redhat und Debian fand er 2002 mit Gentoo Linux die Distribution, die seinen Vorstellungen einer perfekten Linux Distribution am nächsten kam. Nach Mitarbeit an der Übersetzung der deutschsprachigen Dokumentation wurde er 2003 offizieller Entwickler zur Koordination der deutschen Übersetzungen und ist eines der Gründungsmitglieder des Förderverein Gentoo e.v., der sich speziell um die Stärkung und Förderung der deutschsprachigen Gentoo-Community bemüht. Zur Zeit wirkt er im Team der PowerPC Portierung als Security Liaison mit und ist Release Engineer im Gentoo/HPPA Team. Seit 2004 ist er Auszubildender zum Fachinformatiker-Systemintegration.

NSLU2 als Homeserver mit Debian

Referent: Dennis Wegner

Eine Linksys NSLU2 ist ein Network Attached Storage (NAS) System, das mit Debian als Betriebssystem weit über seine ursprünglichen Fähigkeiten hinaus als lautloser und stromsparender Homeserver eingesetzt werden kann. Der Vortrag wird die Installation von Debian erklären, Verwendungsmöglichkeiten aufzeigen und einen Blick auf mögliche Hardware-Modifikationen werfen.

Zur Person: Dennis Wegner

Dennis Wegner hat seit seinem ersten Linux-Kontakt 1996 kaum einen Tag ohne das OS mit dem Pinguin verbracht. Nach seiner Ausbildung zum Fachinformatiker-Systemintegration am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg wechselte er in das Essener Systemhaus, wo er sich seit 2004 um die Administration von Linux- und Windows-Servern, Linux-, Windows- und Mac OS-Clients sowie Netzwerkkomponenten kümmert.

Ausserdem beschäftigt er sich in seiner Freizeit mit FreeBSD, Ruby, WLAN und Embedded Computing. Die Frage ist immer, wann bei ihm ein Ping in die Küche reicht damit der Kaffee gekocht wird...

Seit 2006 studiert er Wirtschaftsinformatik an der FOM-Essen.

rsplib – Eine Open Source Implementation von Reliable Server Pooling

Referent: Thomas Dreibholz

Kurze Beschreibung des Vortrags für die Ankündigung: Für eine ständig steigende Anzahl von IP-basierten Anwendungen wird Hochverfügbarkeit immer wichtiger. Proprietäre Lösungen gibt es viele, aber freie Alternativen sind selten.

Reliable Server Pooling:
Reliable Server Pooling, abgekürzt RSerPool, ist ein Rahmenwerk zur Bereitstellung hochverfügbarer Anwendungen durch redundante Server; es befindet sich zur Zeit in der Standardisierung durch die IETF RSerPool-Arbeitsgruppe (http://www.ietf.org/html.charters/rserpool-charter.html). Im RSerPool-Konzept werden Server, welche den gleichen Dienst anbieten, zu einem Pool zusammengefasst. Jeder Pool ist dabei durch einen eindeutigen Pool Handle (PH) gekennzeichnet; Server in einem Pool werden als Pool Elemente (PE) bezeichnet. Fällt eines der PEs aus, so können seine Clients – Pool User (PU) genannt - einfach ein anderes PE des Pools auswählen und eine applikationsspezifische Failover-Prozedur durchführen. Der Failover, d.h. die Wiederherstellung der unterbrochenen Sitzung, wird dabei durch die RSerPool-Protokolle auf Session-Layer-Ebene des OSI-Modells unterstützt.

PEs registrieren sich zu einem Pool mittels eines Registrars (PR), welcher die Erreichbarkeit der bei ihm registrierten PEs ständig überwacht. Alle PRs eines Operation Scope bieten PUs ein redundantes System zur Auflösung eines PH in eine ausgewählte Liste von PE-Transportadressen. Die Auswahl geschieht dabei anhand einer für den Pool festgelegten Policy (z.B. Least Used, Zufall oder Round Robin). Die Verwaltung dynamischer Pools sowie flexible Policys zur PE-Auswahl machen RSerPool insbesondere auch für Load-Balancing-Anwendungen interessant, was zur Zeit aktiv von der IETF RSerPool-Gruppe diskutiert wird.

RSerPool benutzt das Stream Control Transmission Protocol (SCTP, RFC 2960) um Fehlertoleranz gegenüber Netzwerkausfällen durch Multi-Homing und Path Monitoring sicherzustellen.

Das rsplib-Projekt:
Im Rahmen eines Forschungsprojektes mit der Siemens AG haben wir - die Arbeitsgruppe "Technik der Rechnernetze" am Institut für Experimentelle Mathematik der Universität Duisburg-Essen (http://tdrwww.exp-math.uni-essen.de/) - im Jahre 2002 damit begonnen, einen plattformunabhängigen RSerPool-Prototypen als Open Source unter GPL-Lizenz zu entwickeln (siehe http://tdrwww.exp-math.uni-essen.de/dreibholz/rserpool/). Mittlerweile wird unser Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Unser System läuft zur Zeit unter Linux, FreeBSD, Darwin (MacOS X) und Solaris, wobei die Unterstützung für weitere Plattformen geplant ist. Erste Ergebnisse unseres Projektes konnten 2003 auf der Linux Conference Australia (LCA 2003, siehe http://www.linux.org.au/conf/2003/) sowie auf dem LinuxTag 2005 präsentiert werden. Als einzige vollständige Implementation des zukünftigen RSerPool-Standards sind wir Referenzimplementation der IETF RSerPool-Gruppe und wirken mit Tests und Forschungsarbeiten aktiv in der Standardisierung mit.


Unser Vortrag:
In unserem Vortrag geben wir zunächst eine kurze Einführung zu RSerPool. Dabei wollen wir insbesondere auch die Merkmale verdeutlichen, die RSerPool von existierenden Lösungen - wie Linux Virtual Server (LVS) oder dem kommerziellen Cisco Distributed Director – unterscheiden. Außerdem wollen wir vorstellen, welche speziellen Funktionalitäten RSerPool bietet um den Nutzen eines Serverpools sowohl für dessen Betreiber als auch für den Anwender zu optimieren: die Möglichkeit zur vollautomatischen Konfiguration von Komponenten und die Festlegung pool-spezifischer Serverauswahlregeln. Diese Funktionalitäten werden wir am Beispiel der Anwendung von RSerPool für Real-Time Distributed Computing verdeutlichen.

Im zweiten Teil unseres Vortrages werden wir auf unsere Open Source Implementation rsplib eingehen. Neben dem Aufbau der einzelnen Komponenten werden wir insbesondere auch interessante Details der Implementation vorstellen und beschreiben, wie wir auftretende Probleme erfolgreich lösen konnten. Insbesondere wollen wir dabei auch unsere gesammelten Erfahrungen beim Erstellen von auf unterschiedlichen Betriebssystemen und Hardware lauffähiger Software vorstellen. Im Anschluss daran wenden wir uns kurz dem API der rsplib zu und zeigen, wie eigene Programme mit dessen Hilfe hochverfügbar gemacht werden können. Neben neuer, direkt auf RSerPool basierender Software, berücksichtigen wir dabei insbesondere auch die Anpassung bestehender Applikationen und stellen Möglichkeiten zur Migration vor. Zum besseren Verständnis werden sämtliche Beschreibungen von Code-Beispielen begleitet.

Zum Abschluss stellen wir noch unsere Beispielanwendung vor, ein System zum verteilten Berechnen von Fraktalgrafiken. Mit diesem System lassen sich die grundlegenden Eigenschaften von RSerPool – welche im ersten Teil des Vortrages vorgestellt wurden - sehr anschaulich demonstrieren: die Verwaltung dynamischer Pools, Lastverteilung und Failover bei PE-Ausfall. Selbstverständlich werden wir unser Beispielsystem beim Vortrag auch praktisch demonstrieren.

Zur Person: Thomas Dreibholz
Lebenslauf unter: http://www.exp-math.uni-essen.de/~dreibh/thomas-dreibholz/cv.html

EMail-Adresse: dreibhiem.uni-due.de

Server für Büronetzwerke

Referent: Martin Zambo

Vorstellung von Netzwerkdiensten für ein Büronetzwerk, Groupware, Mail, Fax, Daten, Drucker usw für gemischte Netzwerke, Linux, Win. Im Workshop können die Anwendungen besprochen und vorgestellt werden. Konkrete Fragen und Aufgabenstellungen werden besprochen.

Zur Person: Martin Zambo
Selbstständiger Systembetreuer von kleinen und Mittelständischen Produktions und Handelsbetrieben. Statl. gepr. Betriebswirt, Industrie. Meister, seit 1991 selbstständig.

ThinClients und Diskless Workstations mit Linux

Referent: Martin Herwig

ThinClients und Diskless Workstations sparen dem Betreiber Geld und dem Admin viel Arbeit. In diesem Vortrag stelle ich verschiedene Lösungen vor, und zeige detailliert, was passiert, wenn ein Computer ohne Festplatte direkt vom Netzwerk startet & läuft.

Zur Person:

Univention Corporate Server - Kostensenkung und zentrale Administration heterogener Infrastrukturen

Referent: Dipl.-Ing. Ansgar H. Licher

Im Bereich der Client-Server-Administration bietet der Univention Corporate Server (UCS) ein besonderes Hervorstellungsmerkmal gegenüber anderen Lösungen: sein Identity- und Infrastrukturmanagementsystem setzt auf Open Source Standards auf, damit können Standort- und Plattformübergreifend nicht nur Linux-basierte Systeme, sondern auch heterogene Infrastrukturen verwaltet zentral werden.

UCS ist eine unkompliziert zu implementierende und einfach zu administrierende Linux-Komplettlösung, die auf der Basis der größten freien Linux Distribution, Debian GNU/Linux, entwickelt wurde.

Vorbereiten auf die Pruefungen des LPI

Referent: Karl Schock

Das gemeinnuetzige Linux Professional Institute LPI mit Sitz in Toronto/Kanada (www.lpi.org und www.lpi-german.de ) bietet weltweit einheitliche, distributionsneutrale Pruefungen für Linux-Systemverwalterinnen und -verwalter an.

Durch das Ablegen der aufeinander aufbauenden Tests können die Prueflinge ihre Kompetenz in der Linux-Systemadministration umfassend nachweisen. Weltweit wurden bislang mehr als 120.000 Pruefungen erbracht. In Deutschland ca. 13.000.

Der Vortrag stellt das LPI und sein Zertifizierungsprogramm vor, beschreibt den konkreten Ablauf der Prüfungen und gibt Hinweise zurPrüfungsvorbereitung.

Zur Person:
Der Vortrag stellt das LPI und sein Zertifizierungsprogramm vor, beschreibt den konkreten Ablauf der Prüfungen und gibt Hinweise zur Prüfungsvorbereitung.

Informationen zu den Vorträgen

Im Moment werden alle Vorträge nach und nach hinzugefügt. Wir hoffen bis Anfang nächster Woche alle Vortäge hier veröffentlichen zukönnen. Dann werden alle Vortäge kurz vorgestellt und Beschrieben.

Den genauen Plan, welcher Vortrag an welchem Tag, zu welcher Uhrzeit und in welchem Hörsaal der Universität Duisburg - Essen stattfindet wird dann auch auf dieser Seite zufinden sein.

Weitere Vorträgen schon einmal im Überblick

  • Harm Lübben, "freie (Funk-)Netze - was ist das?, wie funktioniert das?, warum will man das?, ist das legal, gesundheitsschädlich, etc.?, wie funktioniert durchdieluft.net?"
  • PostgreSQL

Referenten

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Der Anmeldezeitraum für Vorträge endet am 06.08.2006.

Für Nachfragen, etc. stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung; bitte wenden Sie sich per EMail an vortraege @ come2linux.org.